Wie errechnet sich mein Beitrag?
In der Kfz-Versicherung fließen verschiedene Faktoren in die Beitragsberechnung ein. Zuerst ist die Fahrzeugart entscheidend (z. B. Pkw, Krad, Lkw usw.). Für Pkw sind die sogenannten Typ- und Regionalklassen, bei Krädern die kW-Leistung und bei Lkw das Gesamtgewicht wichtig.
Aber auch die individuellen Merkmale des Versicherungsnehmers und des Fahrzeugnutzers beeinflussen den Beitrag. Es handelt sich hierbei z.B. um die erreichte Schadenfreiheitsklasse, die jährliche Fahrleistung, das Alter des Versicherungsnehmers und der Fahrer oder auch ob Wohneigentum vorhanden ist.
Warum verändert sich mein Beitrag?
Der Beitrag Ihrer Kfz-Versicherung wird jedes Jahr neu festgelegt. Neben der aufgrund der allgemeinen Kostenentwicklung erforderlichen Beitragsanpassung führen weitere Faktoren zu einer Beitragsveränderung. Dies kann eine geänderte Schadenfreiheitsklasse oder eine geänderte Einstufung in eine neue Regionalklasse oder Typklasse sein.
Wieso erhöht sich der Beitrag der Kfz-Versicherung?
In den letzten Jahren sind die Kosten für die Reparatur von Fahrzeugschäden stetig, teilweise deutlich stärker als die allgemeine Inflation, gestiegen. Die Ursachen hierfür sind sehr vielseitig:
Materialkosten
Die technische Entwicklung in der Autoindustrie führt zu deutlich steigenden Kosten bei den Versicherern. Dies ist unter anderem in der immer komplexeren Fahrzeugtechnik begründet. Des Weiteren führen steigende Energiepreise und andauernde Lieferengpässe zu den Preistreibern. Die Kosten für Ersatzteilpreise steigen bereits seit Jahren überproportional.
Lohnkosten
In den Werkstätten sind seit Jahren steigende Lohnkosten und damit auch steigende Stundenverrechnungssätze zu beobachten.
Unwetterereignisse
Darüber hinaus führen immer häufiger auftretende Unwetterereignisse mit einhergehenden Fahrzeugschäden bei den Versicherern zu deutlich höheren Ausgaben in den Teil- und Vollkaskoversicherungen. Es ist damit zu rechnen, dass auch in den kommenden Jahren mit zunehmenden Unwetterereignissen und damit verbundenen Schadensaufwendungen zu rechnen ist.
Um Ihnen auch weiterhin den gewohnten Service bieten und Ihre Schäden zu Ihrer Zufriedenheit regulieren zu können, ist dieser Schritt für uns also leider nötig.
Warum verändert sich die Typklasse?
Maßgeblich für eine Typklasseneinstufung sind z. B.: Schadenhäufigkeit, Reparaturfreundlichkeit, Ersatzteilpreise und Diebstahlhäufigkeit. Weiterhin beeinflusst die Dauer, die ein Fahrzeugmodell auf dem Markt ist, die Einstufungen. Ebenfalls ausschlaggebend ist die Frage, ob es sich um einen Diesel oder Benziner handelt. Diese Rahmenbedingungen ändern sich ständig und führen zu Typklassenänderungen.
Beispiele:
VW Crafter 2.5 TDI
typisches Fahrzeug für Gewerbetreibende, Diesel, in der Regel hohe Fahrleistungen, hohe Typklassen
Audi A8 4.0 TDI Quattro
typischer Dienstwagen, Diesel, hohe Fahrleistungen, relativ hohe Ersatzteilpreise, hohe Typklassen
VW Polo V 1.4
überwiegend von Wenigfahrern genutzt, häufig Zweitfahrzeug, wenig Unfälle, günstige Reparatur- und Ersatzteilpreise, niedrige Typklassen
Wer entscheidet über die Typklasseneinstufung?
Ein unabhängiger Treuhänder ermittelt jährlich für alle Fahrzeugmodelle die die neuen Typklassen. Wir als Öffentliche Versicherung Braunschweig folgen, wie die meisten Versicherer, den Empfehlungen des Treuhänders und haben somit keinen direkten Einfluss auf die Typklassenumstufungen.
Warum verändert sich die Regionalklasse?
Anhand aktueller Schadenstatistiken werden die Regionalklasseneinstufungen für die Zulassungsbezirke festgelegt. Beobachtet werden die letzten 5 Jahre. Die Regionalklasse spiegelt den Schadenverlauf innerhalb eines Zulassungsbezirkes wieder.
Wer entscheidet über die Regionalklassenänderung?
Einmal im Jahr ermittelt ein unabhängiger Treuhänder aufgrund statistischer Unterlagen der letzten 5 Jahre die erforderlichen Regionalklassenumstufungen. Wir als Öffentliche Versicherung Braunschweig folgen auch hier, wie die meisten Versicherer den Empfehlungen des Treuhänders und haben somit keinen direkten Einfluss auf die Regionalklasseneinstufungen